Novoz – Praxis für Psychotherapie Hamburg

Kinderpsychologe, Psychotherapeut oder Psychiater – an wen wende ich mich mit meinem Kind?

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Viele Eltern googeln zunächst „Kinderpsychologe“, wenn sie sich Sorgen um die seelische Gesundheit ihres Kindes machen – und stoßen dann auf Begriffe wie Psychotherapeut, Psychologe oder Psychiater, die leicht zu Verwirrung führen. Dieser Beitrag erklärt in verständlicher Sprache, wer was macht, welche Ausbildung dahintersteht und an wen Sie sich in welcher Situation wenden können. So finden Sie schneller die passende Unterstützung – ohne sich durch Fachbegriffe verunsichern zu lassen. Kinderpsychologe Hamburg

Was macht ein Psychologe?

Ein Psychologe bzw. eine Psychologin hat ein wissenschaftliches Studium der Psychologie abgeschlossen und beschäftigt sich vor allem mit menschlichem Erleben und Verhalten. Dieses Studium vermittelt Kenntnisse zu Entwicklung, Emotionen, Lernen, Persönlichkeit und Diagnostik, ist aber zunächst keine Behandlungsausbildung.

  • Psychologen arbeiten häufig in Beratung, Forschung, Schule, Jugendhilfe, Unternehmen oder Kliniken, jedoch nicht automatisch psychotherapeutisch.
  • Erst eine zusätzliche, staatlich geregelte Weiterbildung führt zur Approbation als Psychotherapeut und zur Berechtigung, eigenständig psychische Störungen zu behandeln.

Was ist ein Psychotherapeut?

„Psychotherapeut“ ist in Deutschland ein rechtlich geschützter Titel und beschreibt Fachpersonen, die nach einem staatlich geregelten Studium und einer vertieften Ausbildung zur Behandlung psychischer Störungen zugelassen sind. Dazu gehören psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie ärztliche Psychotherapeuten.

  • Alle approbierten Psychotherapeuten arbeiten mit evidenzbasierten, wissenschaftlich anerkannten Verfahren und unterliegen strengen Qualitäts- und Berufspflichten.
  • Sie diagnostizieren, erstellen ein individuelles Behandlungskonzept, führen Psychotherapie durch und begleiten Familien über einen definierten Zeitraum – in der Regel mit klarer Zielvereinbarung.

Wer ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut?

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sind auf die Diagnose und Behandlung psychischer Störungen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum 21. Lebensjahr spezialisiert. Sie arbeiten mit wissenschaftlich anerkannten Verfahren (etwa Verhaltenstherapie oder psychodynamischer Therapie) und beziehen Eltern bzw. Bezugspersonen systematisch in den Prozess ein.

  • Voraussetzung ist ein einschlägiges Hochschulstudium (z. B. Psychologie, Pädagogik, Soziale Arbeit) und eine mehrjährige staatlich geregelte Ausbildung mit hunderten Stunden Theorie, Praxis, Supervision und Selbsterfahrung.
  • Mit der bestandenen staatlichen Prüfung erhalten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten die Approbation und dürfen psychische Störungen mit Krankheitswert behandeln und – je nach Kassenzulassung – mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen.

Und was macht ein Psychiater? Kinderpsychologe Hamburg

Psychiater sind Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie und haben Medizin studiert, anschließend eine mehrjährige Facharztausbildung im Bereich seelischer Erkrankungen absolviert. Sie sind damit sowohl für körperliche als auch für seelische Aspekte zuständig und dürfen Medikamente verordnen.

  • Psychiater diagnostizieren psychische Störungen, prüfen körperliche Ursachen, können Psychotherapie anbieten, Medikamente verordnen und Klinikaufenthalte einleiten.
  • In der Versorgung von Kindern und Jugendlichen sind Kinder- und Jugendpsychiater zuständig, die oft eng mit Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zusammenarbeiten.

Wer ist wann die richtige Anlaufstelle?

Für viele Eltern stellt sich weniger die Frage nach der exakten Berufsbezeichnung, sondern: „Wer hilft meinem Kind jetzt am besten?“. Orientieren kann man sich an Beschwerden, Schweregrad und dem Wunsch nach Diagnostik, Psychotherapie oder medikamentöser Behandlung.

  • Bei anhaltenden Ängsten, Rückzug, starken Wutausbrüchen, Schulverweigerung oder belastenden Familienereignissen ist meist eine psychotherapeutische Abklärung bei einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sinnvoll.
  • Bei dem Verdacht auf schwerwiegende Störungen (z. B. Psychosen, schwere Depressionen, komplexe neurologische Fragestellungen) oder wenn eine medikamentöse Mitbehandlung notwendig sein könnte, ist ein Kinder- und Jugendpsychiater die richtige Ergänzung.

Ein erstes, unverbindliches Gespräch in einer kinder- und jugendpsychotherapeutischen Praxis hilft, die Situation Ihres Kindes einzuordnen und gemeinsam zu klären, welche Form der Unterstützung aktuell passend ist. Wenn Sie unsicher sind, ob Kinderpsychologe, Psychotherapeut oder Psychiater der richtige Ansprechpartner ist, nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf. Als approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin berate ich Sie und unterstütze Sie dabei, die beste Entscheidung für Ihre Familie zu treffen.

Herzlichst,
E. Salmaier

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